Die Zukunft der Kirche beschäftigt auch die Kirchengemeinden Markdorf, Meersburg und Immenstaad, der bisherigen "Regio Ost" unseres Bezirks. Die drei bisher eigenständigen Kirchengemeinden haben die Aufgabe, bis Ende 2025 den Beschluss zu einer Fusion zu fassen.
Zum Hintergrund: In einem großen Strategieprozess „EKIBA 2032“ haben Landessynode und Bezirkskirchenrat Rahmenbedingungen für die Fusionierung von Kirchengemeinden formuliert, die nun vor Ort umgesetzt werden sollen. Diese Vorgabe ist eine notwendige Reaktion auf den Rückgang der Mitgliederzahlen, der Finanzmittel und des theologischen und religionspädagogischen Personals.
Aufgrund der hohen Austrittszahlen der letzten Jahre und eines spürbaren Mangels an zukünftigen Pfarrer*innen und Diakon*innen bedeutetet das für die Gemeinden Immenstaad, Markdorf und Meersburg, die Reduktion um eine 75%-Pfarrstelle ab Mitte 2026, so dass in weiterer Zukunft hier nur drei Pfarrpersonen Dienst tun werden.
Nun müssen auch die Strukturen der Gremien und der Verwaltung den sich verändernden Bedingungen angepasst werden. Konkret heißt das, dass unsere drei Gemeinden gerade diskutieren, wie wir zwar weiterhin vor Ort als drei Pfarrgemeinden präsent sein, aber gleichzeitig regional als eine Gesamtkirchengemeinde handlungsfähig werden können. Und das alles ohne zu viele Ressourcen an Zeit, Geld und Arbeitskraft zu binden, denn die soll ja in die inhaltliche Arbeit vor Ort, in Gottesdienste, Seelsorge und Gemeinschaft fließen. Dazu arbeitet seit 2022 ein Strukturausschuss, wie man eine regionale gemeinsame Kirchengemeinde bilden kann, die gleichzeitig lokal in unseren drei Gemeinden Gestalt gewinnt. Bei der Kirchenwahl am 1. Advent 2025 sollen dann die neu gewählten Kirchengemeinderäte für die Gesamtkirchengemeinde Verantwortung übernehmen.
Ab sofort suchen wir außerdem Menschen, die Interesse haben als Kirchengemeinderatsmitglieder Verantwortung für unsre Kirche zu übernehmen und zu kandidieren. Melden sie sich bei Interesse gerne in Ihrer Kirchengemeinde.
Wir wissen, dass sich das Gesicht unserer Kirche verändern wird, doch wir sind voller Zuversicht, dass wir dabei weiterhin als Kirche für die Menschen ein wichtiger Anker bleiben, mit einer Botschaft, die über uns selbst hinausweist und zu einem mitmenschlichen Miteinander in unserer Gesellschaft beiträgt.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, melden Sie sich gern bei uns.
Ihre Pfarrerinnen & Pfarrer: Kristina Wagner, Sigrid Süss-Egervari, Martin Egervari, Tibor Nagy
